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Eberner Stadtwerke - ja oder nein?

Ein klares Ja - alles in eigener Hand ist gut, besonders bei der Energieversorgung.

Anlass ist die Tatsache, dass die Konzessionsverträge auslaufen: Die Stromversorger mieten quasi das Leitungsnetz von der Stadt. Da stellt sich die Frage, ob Ebern das Leitungsnetz weiterhin vermietet oder selbst als Stromanbieter auftritt.

Mit eigenen Stadtwerken könnte Ebern auch Energie erzeugen - nicht nur Strom, sondern auch Wärme. Ein Blockheizkraftwerk ist ja schon länger in der Diskussion. Auch in Verbindung mit der Kläranlage und der Klärschlammverwertung (Gaserzeugung, …) können Synergieeffekte entstehen.
Allerdings sind vor der Gründung von Stadtwerken etliche rechtliche Fragen zu klären. Das ist auf dem Weg. Wir als SPD Fraktion haben eine Prüfung befürwortet.

Außerdem könnte die Stadt das derzeit nicht allein schultern: Wir haben keine Fachleute. Die Idee ist deshalb, ein anderes Stadtwerk als Partner ins Boot zu holen, und entweder ein gemeinsames Unternehmen zu gründen oder eine Art Geschäftsführungsvertrag zu machen. Dazu laufen konkrete Verhandlungen mit den SÜC aus Coburg.

Die Stadtwerke könnten nicht nur die Stromversorgung übernehmen, sondern auch die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Dabei ist darauf zu achten, dass das für die Bürger nicht teurer kommt. Ein Vorteil wäre, dass Stadtwerke bei ihren Investitionen vorsteuerabzugsberechtigt sind. Allerdings würde dann auf den Bezug von Wasser und die Abwassergebühren Mehrwertsteuer fällig.